1.7.4. Vereinfachung unserer Darstellung

Ich habe sehr lange überlegt, wie wir jetzt am besten weiter vorgehen.

Auf der einen Seite ist es mir wichtig, den Metaphysischen Explikationismus möglichst grundlegend und allgemein darzustellen, damit deutlich wird, wie fruchtbar er bei vielen unserer Fragen und Probleme sein kann.

Auf der anderen Seite würde dies jedoch eine sehr aufgeblähte und assoziativ nicht unbedingt hilfreiche Begrifflichkeit erfordern, die ich nur kurz andeute: 

 

Bilder und Ideen bilden die geistigen Formen der Seele, haben wir soeben gesehen.

 

Aber nicht alle Begriffe sind revolutionäre Ideen; die meisten von ihnen sind eher unauffällig.

Analog dazu bilden die Gestalten die uauffälligen Bilder.

Parallel zu den Formen fassen wir Gestalten und Begriffe zu geistigen Strukturen zusammen.

 

Vorstellungen stellen Strukturen dar, die eventuall ausgemalt werden; dann bestehen sie in der geistigen Einheit von Ausmalung, Gestalt und Begriff.

Bei ihrem Pendant, den Wahrnehmungen, wird diese Einheit von Struktur und sinnlicher Anschauung bzw. Anschauung, Gestalt und Begriff gebildet.

 

Sie sehen, leicht und sonderlich eingängig gänge es wohl kaum.

Wir wählen deshalb einen Kompromiß und machen uns dabei zunutze, daß in unserer gegenwärtigen Kultur die Bilder bzw Gestalten ohnehin eine nur marginale Rolle spielen. Wenn nicht explizit Gegenteiliges geschrieben steht, streiche ich also beide im weiteren, so daß der bunte Text eine vereinfachte Form annimmt

 

Bilder und Ideen bilden die geistigen Formen der Seele.

 

Aber nicht alle Begriffe sind revolutionäre Ideen; die meisten von ihnen sind eher unauffällig.

Analog dazu bilden die Gestalten die uauffälligen Bilder.

Parallel zu den Formen fassen wir Gestalten und Begriffe zu geistigen Strukturen zusammen.

 

Vorstellungen stellen Strukturen dar, die eventuall ausgemalt werden; dann bestehen sie in der geistigen Einheit von Ausmalung, Gestalt und Begriff.

Bei ihrem Pendant, den Wahrnehmungen, wird diese Einheit von Struktur und sinnlicher Anschauung bzw. Anschauung, Gestalt und Begriff gebildet.

 

Fast immer können Sie die vollständige(re) Darstellung rein formal also dadurch gewinnen, daß sie „Begriff“ durch „Gestalt und Begriff“ ersetzen.

Wäre das alles, würde ich es natürlich auch tun; aber es gibt noch andere Konsequenzen.

Beispielsweise fallen intuive Formulierungen wie das Auf-den-Begriff-Bringen weg, und als recht erheblich erweist sich für die Darstellung auch das Problem, daß Bilder bzw. Gestalten als solche nicht gewußt und damit auch nicht bezeichnet werden können.

 

„Aber wir haben doch oben problemlos über das Bild der Jungfrau gesprochen?!“

Haben wir nicht.

Es gibt den Begriff bzw. die Idee der Jungfrau und ihre Gestalt resp. ihr Bild. Jene können wir bezeichnen und somit auch sehr leicht darüber sprechen. Gestalten und Bilder sind jedoch nur bewußt, so daß sie lediglich bechrieben werden können.

Das haben wir nicht getan, sondern höchstens erwähnt; es lief alles wie am Schnürchen, weil nur von dem Begriff bzw. der Idee Jungfrau die Rede war.