{"id":4117,"date":"2025-03-25T16:11:24","date_gmt":"2025-03-25T14:11:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.soukup.de\/selbst-denken\/?page_id=4117"},"modified":"2026-03-15T22:54:02","modified_gmt":"2026-03-15T20:54:02","slug":"1-1-2-kopernikanische-wende","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.soukup.de\/selbst-denken\/buch\/1-einleitung-kurz\/1-1-2-kopernikanische-wende\/","title":{"rendered":"1.3.  Kopernikanische Wende"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Denkrichtung unserer \u00dcberlegungen k\u00f6nnen wir in einfachen Worten anhand von vier f\u00fcr die betreffenden Philosophen charakteristischen Fragen andeuten:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">George Berkeley: &#8222;Verursacht ein fallender Baum L\u00e4rm, wenn es niemand h\u00f6rt?&#8220;<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Martin Heidegger: &#8222;Waren die Gesetze Newtons schon vor Newton wahr?&#8220;<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Thomas S. Kuhn: &#8222;Lebten Aristoteles und Galilei in derselben Welt?&#8220;<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Max Black: &#8222;Existierte die R\u00fcckseite des Mondes, bevor wir sie gesehen haben?&#8220;<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Wohl viele von uns d\u00fcrften sich bei solch naiven Fragen fast beleidigt f\u00fchlen und sie nat\u00fcrlich alle mit einem glatten &#8222;ja&#8220; beantworten.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Ich will Ihnen dagegen zeigen, da\u00df manches f\u00fcr das ebenso eindeutige &#8222;nein&#8220; der genannten Denker spricht, dem wir uns 100%-ig anschlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mir ist bewu\u00dft, da\u00df diese &#8222;Kopernikanische Wende&#8220; (Kant) nat\u00fcrlich &#8222;keineswegs eine Empfehlung f\u00fcr mein Buch darstellt, sondern eher das Gegenteil. Denn Neues will weder der Fachmann noch der Laie. Jener ist froh, wenn er so weitermachen kann, wie er es gelernt hat, . . . und dieser will auch nicht eine <em>neue und revolution\u00e4re<\/em> Philosophie vorgesetzt bekommen, sondern \u2013 wenn \u00fcberhaupt Philosophie, dann schon \u2013 die <em>richtige oder<\/em> die <em>Philosophie der Gegenwart.<\/em>&#8220; (Franz Rosenzweig)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei beiden W\u00fcnschen des Laien mu\u00df ich Sie allerdings entt\u00e4uschen:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\"><em>Die richtige Philosophie kann es nicht geben<\/em>, weil philosophische Fragen keine endg\u00fcltigen Antworten kennen \u2013 genau das <em>macht<\/em> <em>sie zu philosophischen Fragen:<\/em> Was einmal definitiv beantwortet sein wird, war schon zuvor keine philosophische Frage.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8222;Die Meinung, die sich am Ziel glaubt, blockiert das Verstehen&#8220; (Josef Simon) und damit alles Richtige, w\u00fcrde ich gerne erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Ob mein Denken gegenw\u00e4rtig en vogue ist \u2013 der zweite Wunsch von soeben \u2013, <em>interessiert<\/em> <em>mich nicht<\/em>. Ich m\u00f6chte \u2013 soweit das \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist \u2013 <em>jeglichen Zeitgeist<\/em> hinter mir lassen; freilich denjenigen, der zur Zeit des Sokrates, Jesus, Thomas oder Newton herrschte, ebenso wie den heutigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>AD: &#8222;Ich glaube, das geht nicht.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Es w\u00e4re doch m\u00f6glich, da\u00df etwas Richtiges und Grundlegendes nur relativ kurzzeitig im kollektiven Ged\u00e4chtnis der Menschen auftaucht. Wie wollen Sie das dann vom oberfl\u00e4chlichen Zeitgeist unterscheiden?&#8220;<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Wenn Sie mit Ihrem Verst\u00e4ndnis Recht h\u00e4tten, st\u00e4nde ich tats\u00e4chlich vor einem unl\u00f6sbaren Problem; aber nicht nur ich: <em>Wir alle w\u00e4ren dem Zeitgeist hoffnungslos ausgeliefert, weil &#8222;zu seiner Zeit&#8220; nat\u00fcrlich immer (fast) alles f\u00fcr ihn spricht<\/em>.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Ein Paradebeispiel bildet der Glaube an die exakte Wissenschaft, der bis weit in das 20. Jahrhundert hinein den Zeitgeist so sehr bestimmte, da\u00df wir glaubten, dieser Wissenschaft alle anderen Bereiche der Gesellschaft unterordnen zu m\u00fcssen.\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meines Erachtens unterscheidet sich der Zeitgeist vom Entscheidenden<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; nicht dadurch, da\u00df dieses (zuf\u00e4llig) <em>l\u00e4nger akzeptiert wird<\/em> als jener<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; \u2013 was ja bereits eine aufgekl\u00e4rt-vern\u00fcnftige Gesellschaft voraussetzen w\u00fcrde \u2013, sondern<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; dadurch, da\u00df das Richtige <em>\u00fcber eine l\u00e4ngere Zeit gut begr\u00fcndet werden kann<\/em> als der Zeitgeist;<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; insbesondere auch dann noch, wenn sich der Zeitgeist l\u00e4ngst gedreht hat.\u00a0 \u00a0 \u00a0<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Das Richtige braucht den Zeitgeist nicht; aber wir ben\u00f6tigen das Richtige, um den Zeitgeist an seiner Grundlosigkeit als solchen zu erkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Buch basiert auf der Annahme, da\u00df ein <em>Bewu\u00dftseinswandel hin zu den negativen Antworten auf die obigen Fragen<\/em> bei hinreichend vielen Menschen gegenw\u00e4rtig wichtiger w\u00e4re als alle pragmatischen Fortschritte, auf die wir in den letzten vier Jahrhunderten ebenso einseitig wie stolz gesetzt haben und in denen noch immer viele <em>die L\u00f6sung<\/em> unserer st\u00e4ndig zunehmenden Probleme sehen \u2013 anstatt <em>ihrer Ursache<\/em>.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Dieser moderne Irrglaube ist freilich nicht nur nachvollziehbar, sondern sogar nahezu zwingend, solange wir glauben, in den exakten Wissenschaften den <em>K\u00f6nigsweg<\/em> \u2013 vielleicht nicht nur zur Richtigkeit, sondern sogar \u2013<em> zur Wahrheit <\/em>gefunden zu haben.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Die exakten Wissenschaften \u2013 f\u00fcr mich pers\u00f6nlich insbesondere die Theoretische Physik und Mathematik \u2013 sind gro\u00dfartig und eine unglaubliche Kulturleistung sowie ein Segen f\u00fcr uns alle. Aber zum einen <em>haben sie nichts mit der Wahrheit zu tun<\/em>, und zum anderen <em>gibt es sehr viele weitere, ebenso bewundernswerte kulturelle Errungenschaften<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die heute weit verbreitete Annahme, deren Kr\u00f6nung best\u00e4nde in den exakten Wissenschaften, teile ich nicht. Das bezieht sich insbesondere auf den Reduktionismus, der davon ausgeht, da\u00df sich nahezu alles \u2013 Leben, Bewu\u00dftsein, Kunst, Sprache, Religion usw. \u2013 auf die Physik als fundamentale Naturwissenschaft zur\u00fcckf\u00fchren lasse.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Bevor Sie mein Buch jetzt endg\u00fcltig als &#8222;unwissenschaftlich&#8220; beiseite legen, sollten Sie vielleicht einmal in &#8222;Geist und Kosmos&#8220; von Thomas Nagel schauen. Obwohl dieses Buch den Untertitel tr\u00e4gt &#8222;Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist&#8220;, d\u00fcrfte es kaum Fachleute geben, die Nagel vorwerfen, er sei unwissenschaftlich.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Und selbst wenn sie es t\u00e4ten: Was spricht eigentlich gegen &#8222;unwissenschaftlich&#8220;?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">AD: &#8222;Das sehe ich nicht ein; wenn die exakte Wissenschaft richtig ist, mu\u00df die Nicht-Wissenschaft als deren Negation falsch sein.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Nein; zum einen verstehen wir noch gar nicht, worin <em>die angebliche Richtigkeit der exakten Wissenschaft<\/em> genau bestehen k\u00f6nnte, und zum anderen ist Ihre Argumentation zu simpel gestrickt. Wir werden ausf\u00fchrlich darauf zur\u00fcckkommen, so da\u00df ich Sie bitte vorerst mit einem Beispiel, das auf Ernst von Glasersfeld zur\u00fcckgeht, abspeisen darf:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Um den vor ihm liegenden Wald zu durchqueren, tastet sich ein Blinder Schritt f\u00fcr Schritt m\u00fchsam vorw\u00e4rts. Auf der Gegenseite angekommen hat er <em>einen<\/em> Weg gefunden, um sein Ziel zu erreichen. So, wie der Blinde gelaufen ist, geht es also \u2013 auch. Es pa\u00dfte; aber <em>nicht wie der Schl\u00fcssel<\/em> zum Schlo\u00df<em>, sondern wie einer von 1000 Dietrichen<\/em>. Dieser Weg war m\u00f6glich \u2013 999 andere w\u00e4ren es freilich auch gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihr Fehlschlu\u00df besteht also in Folgendem:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich gilt &#8222;Wenn A richtig ist, mu\u00df Nicht-A als seine Negation falsch sein&#8220;; aber darum geht es an dieser Stelle gar nicht:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Bei uns ist A \u2013 der Weg des Blinden \u2013 keineswegs richtig, sondern lediglich geeignet, um ein <em>davon unabh\u00e4ngiges Ziel B<\/em>, die andere Seite des Waldes, zu erreichen. Daraus folgt dann nicht, da\u00df andere Wege<em> ungeeignet sein m\u00fc\u00dften<\/em>.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Was hat ein <em>von A unabh\u00e4ngiges B<\/em> mit dem Negieren von A zu tun?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verstehen Sie mein Relativieren der exakten Wissenschaften bitte nicht falsch; das ist keine Ungerechtigkeit; ich bin dankbar und froh, <em>heute hier in Mitteleuropa<\/em> leben zu d\u00fcrfen, und genie\u00dfe die abendl\u00e4ndischen Errungenschaften der Moderne. Den meisten von uns geht es zum Gl\u00fcck besser als vielen mittelalterlichen F\u00fcrsten. Das betrifft nahezu alle Bereiche unseres Lebens; selbst die relative Anzahl der Menschen, die gewaltsam umkommen, nimmt angeblich stetig ab (Thomas Piketty, &#8222;Eine kurze Geschichte der Gleichheit&#8220;).\u00a0<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Das entspricht dem<em> Wie unseres Lebens<\/em>.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Ich habe in diesem letzten Satz ganz bewu\u00dft kein einschr\u00e4nkendes &#8222;aber&#8220; bzw. &#8220; jedoch nur&#8220; eingef\u00fcgt, weil derartige Ermahnungen meiner \u00dcberzeugung zutiefst widersprechen w\u00fcrden. <em>Wir wollen und<\/em> \u2013 d\u00fcrfen nicht nur, sondern \u2013<em> sollen das Leben genie\u00dfen<\/em>. <em>Der Sinn des Lebens besteht in seiner eigenen F\u00fclle oder Tiefe<\/em>; das Leben ist <em>letzte Wirklichkeit, Selbstzweck und kein blo\u00dfes Mittel<\/em> \u2013 wof\u00fcr auch immer.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Es geht <em>nur<\/em> \u2013 im Sinne von &#8222;allein&#8220; oder &#8222;ausschlie\u00dflich&#8220; \u2013 um unser Leben, weil das un\u00fcberbietbar ist.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sollten Theodor Adornos Bonmot &#8222;Es gibt kein wahres Leben im falschen&#8220; durch den Hinweis erg\u00e4nzen, da\u00df aber auch das wahre Leben zwngsl\u00e4ufig nur im falschen<em> beginnen kann<\/em>.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Unser Leben ist weder Pr\u00fcfungs- noch Bew\u00e4hrungsort und auch kein Jammertal, denn <em>die Lust am Leben bildet <\/em>nach meinem Daf\u00fcrhalten<em> das ent- sowie unterscheidend Christliche<\/em>. Jesus wurde bekanntlich unter anderem auch vorgeworfen, er sei ein &#8222;S\u00e4ufer und Fresser&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Der katholische Dominikaner-Theologe Marie-Dominique Chenu sagte zu Maria Caterina Jacobelli, der Autorin von &#8222;Ostergel\u00e4chter. Sexualit\u00e4t und Lust im Raum des Heiligen&#8220;:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8222;Sprechen Sie niemals von der Freude, Madame, sprechen Sie immer von der Lust, sonst wird man Sie spiritualistisch mi\u00dfverstehen&#8220; (wollen).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz dieser positiven Wertung von Lust und Genu\u00df ist das freilich \u2013 jetzt kommt das bereits bef\u00fcrchtete &#8222;aber nur&#8220; also doch noch \u2013 erst die halbe Wahrheit, denn es gibt neben dem <em>Wie des Lebens<\/em> auch <em>sein Wozu oder Ziel, seinen Sinn<\/em>.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Viktor E. Frankl \u2013 der &#8222;dritte Wiener Psychotherapeut&#8220; \u2013 fa\u00dfte seine Lebenserfahrungen in dem Leitsatz der Logotherapie zusammen, da\u00df &#8222;<em>wer ein Wozu zum Leben besitzt, nahezu jedes Wie ertr\u00e4gt&#8220;<\/em>. Aus Frankls Mund hat eine solche \u00dcberzeugung f\u00fcr mich Gewicht, denn er \u00fcberlebte Dachau sowie Auschwitz, wo sein Bruder, seine Frau und Eltern ermordet wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbstverst\u00e4ndlich k\u00f6nnen wir<em> das Wozu unseres Lebens \u2013 <\/em>seine <em>m\u00f6gliche F\u00fclle<\/em> also oder fromm ausgedr\u00fcckt<em> das Reich Gottes \u2013 v\u00f6llig ignorieren<\/em> und mit ungez\u00fcgeltem Prassen, seichter Unterhaltung bzw. langweiligem Zeitvertreib oder Nicht-Denken in <em>seinem Wie<\/em> aufgehen.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Aber dieses Wie ist doch nichts anderes als <em>der Status quo unseres Lebens auf dem Weg zu seiner m\u00f6glichen Erf\u00fcllung oder F\u00fclle, seinem Wozu oder Telos.<\/em> <em>Es ist also weder sekund\u00e4r noch vermeidbar, sondern <\/em>\u2013 als Beginn im falschen Leben \u2013<em> notwendig<\/em>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meines Erachtens ergeben sich daraus zwei wichtige Konsequenzen:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Zum einen <em>schadet sich selbst <\/em>oder<em> &#8222;ist sch\u00f6n dumm&#8220;, wer mit den Status quo seines Lebens zufrieden ist<\/em>, denn das \u2013 Mehr des \u2013 Reich Gottes wartet auf ihn. Damit schlie\u00dft sich der Kreis zu meinem &#8222;Trott&#8220; im vorigen Kapitel. <em>Er kann niemals fromm oder gottgef\u00e4llig sein \u2013 weil er gegen mich selbst gerichtet ist<\/em>.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Zum anderen w\u00fcrde ein Wozu des Lebens ohne Wie erfordern, da\u00df ersteres fertig vom Himmel fiele.\u00a0 \u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bleibe also \u2013 <em>mit der Tradition \u2013 dabei, zwischen dem Wie und Wozu des Lebens zu unterscheiden<\/em>, <em>weigere mich aber \u2013 entgegen der Tradition \u2013, die beiden voneinander zu trennen oder gar gegeneinander auszuspielen:<\/em><\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\"><em>Das Wie des Lebens ist <\/em>\u2013 als der Status quo des letzteren \u2013 die notwendige Voraussetzung <em>seines eigenen Wozu oder der F\u00fclle des Lebens<\/em>; ohne Wie kein Wozu; ohne Status quo kein Telos; ohne Menschen-Welt kein Gottes-Reich.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">In unserem Buch geht es um beides; deswegen mein obiges Pl\u00e4doyer f\u00fcr Lust und Genu\u00df. <em>Wer das Leben will oder wem es gar <\/em>\u2013 Schiller zum Trotz \u2013<em> als &#8222;der G\u00fcter h\u00f6chstes&#8220; gilt<\/em>, kann in unseren letzten Gedanken einen Vorschlag sehen, wie sich der nicht nur unselige, sondern sogar widerspr\u00fcchliche Dualismus Diesseits und Jenseits m\u00f6glicherweise \u00fcberwinden lie\u00dfe.\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>AD: &#8222;&#8218;Unselig&#8216; ist klar, aber wieso &#8218;widerspr\u00fcchlich&#8216;?&#8220;<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Wir k\u00f6nnen nur in dem Ma\u00dfe von einem Jenseits sprechen, wie es unserem Wirklichkeits-Bild angeh\u00f6rt, und m\u00fc\u00dften demzufolge in letzterem eine Grenze ziehen, die dieses Jenseits vom Diesseits trennt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Aber was meinen wir dann \u00fcberhaupt mit diesen Worten? Was \u00e4ndert sich an der Grenze?<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Die meisten der traditionell Gl\u00e4ubigen w\u00fcrden wahrscheinlich antworten, da\u00df dort unser Zugang endet. Das Diesseits k\u00f6nnen wir wissen sowie teilweise wahrnehmen, und das Jenseits \u2013 vorstellen halt; das geht ja immer.\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine &#8222;Jenseits&#8220;, von dem wir nichts wissen k\u00f6nnen, ist kein Jenseits, sondern gar nichts.<\/p>\n<p class=\"Indent\">Wer trotzdem von ihm spricht macht es zu einer <em>Hinterwelt<\/em>.<\/p>\n<p class=\"Indent\">Darunter verstehen wir <em>eine Sph\u00e4re,<\/em><\/p>\n<p class=\"Indent\"><em>&#8211; von der gesprochen wird,\u00a0<\/em><\/p>\n<p class=\"Indent\"><em>&#8211; obwohl sie uns unzug\u00e4nglich ist.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p>Ich wiederhole bewu\u00dft noch einmal ganz deutlich mein Anliegen:\u00a0<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Die Transzenzdenz mu\u00df<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; zum einen nicht im Sinne eines Jenseits als Pendant zum Diesseits und<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; zum anderen auch nicht als Hinterwelt<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">gedacht werden. Wir suchen unter anderem nach einer Form, in der sie sich aus ganz vern\u00fcnftigen \u00dcberlegungen (wie) von selbst ergibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">AD: &#8222;Einverstanden; und noch eine zweite Frage:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Sie sagten oben, da\u00df das Reich Gottes &#8218;ohne sein Wie oder den Staus quo einfach vom Himmel fallen m\u00fc\u00dfte&#8216;. Na und? Dann f\u00e4llt es eben.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Sie haben Recht; die Erf\u00fcllung des Lebens k\u00f6nnte theoretisch bereits von Anfang an bestehen, so da\u00df wir direkt in sie hineingeboren und der ungl\u00fcckliche Status quo, das unbefriedigende Wie oder das falsche Leben im falschen entfallen w\u00fcrden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Warum leben wir Menschen nicht von Anfang an in der Vollendung, dem Paradies oder Reich Gottes?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der einen Seite liegt hier offensichtlich ein brennendes Problem vor: Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, da\u00df die Moderne wesentlich durch den \u2013 im Nachhinein als recht naiv erkannten \u2013 Glauben mitbestimmt wurde, <em>die F\u00fclle des Lebens f\u00fcr alle zuk\u00fcnftigen Menschen innergeschichtlich verwirklichen zu wollen und zu k\u00f6nnen<\/em>; entweder als Kapitalismus oder als Kommunismus.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Auf der anderen Seite kommen selbst von den Christen, denen diese Frage doch auf den N\u00e4geln brennen m\u00fc\u00dfte, diesbez\u00fcglich kaum konstruktive Antworten. Die allermeisten von ihnen sehen sogar in ihrem Nicht-Wissen nicht nur keinen Mangel, sondern geradezu einen Gradmesser dem\u00fctig-ergebener Rechtgl\u00e4ubigkeit:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8222;Gottes Gedanken sind nicht meine Gedanken.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8222;Wer bin ich, da\u00df ich solche Fragen stellen w\u00fcrde \u2013 oder gar zu beantworten versuchte?&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit einer solchen &#8222;Logik&#8220; kann ich <em>absolut nichts anfangen<\/em>; sie ist mir furchtbar zuwider.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Da das Denken im <em>Suchen<\/em> nach Wahrheit oder Richtigkeit besteht, \u00fcber die Gott immer schon verf\u00fcgt, <em>kann er nicht denken und somit auch keinerlei Gedanken besitzen.<\/em> Denn andernfalls m\u00fc\u00dfte er doch nach etwas suchen, was er selbst ist oder zumindest hat; er w\u00e4re ein Alzheimer-Gott, so da\u00df der &#8222;rechtgl\u00e4ubige&#8220; Gedanke von soeben meines Erachtens hinf\u00e4llig wird.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Mir geht es nicht um <em>fromme Floskeln<\/em>, sondern um <em>begr\u00fcndbare Aussagen<\/em>; Christen sollten offen Rechenschaft \u00fcber ihren Glauben ablegen k\u00f6nnen und keine Angst vor kritischen R\u00fcckfragen haben m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber abgesehen von solchen Nebenkriegsschaupl\u00e4tzen schlage ich vor, dieses Problem ganz anders anzugehen:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Bei wichtigen allt\u00e4glichen oder wissenschaftlichen Fragen kommt kaum jemand auf den Gedanken, sich mit der Antwort <em>&#8222;prinzipiell unl\u00f6sbar&#8220; abzufinden<\/em> und sie vielleicht sogar noch durch ein &#8222;<em>genau so sollte es doch auch sein&#8220;<\/em> zu adeln. L\u00e4\u00dft sich beispielsweise die Periheldrehung des Merkur mit Newton nicht erkl\u00e4ren, finden wir das keineswegs gro\u00dfartig und rechtfertigen es auch nicht damit, da\u00df Gottes (Sch\u00f6pfungs-)&#8220;Gedanken&#8220; nicht unsere Gedanken sind.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Wir bleiben dann keinesfalls bei solch frommen Geschwafel stehen, sondern suchen nach vern\u00fcnftigen Antworten; in unserem Beispiel gelang Einstein mit seiner Allgemeinen Relativit\u00e4tstheorie bekanntlich der Durchbruch.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\"><em>Weshalb sollten wir in Philosophie oder Theologie anders vorgehen als in der Physik \u2013<\/em> und in jedem kritischen Weiterdenken emp\u00f6rt einen H\u00e4resieverdacht vermuten oder eine Gottesl\u00e4sterung wittern<em>? <\/em><\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\"><em>Es ist entsetzlich unbefriedigend und bestimmt nicht der Wille Gottes, wenn wir die Frage nach dem Warum oder Wozu unseres Erdenlebens nicht vern\u00fcnftig beantworten k\u00f6nnen!<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mir schwebt eine <em>dogmenfreie Theologie<\/em> vor, die die &#8222;Dogmen&#8220; nicht ignoriert oder gar leugnet, sondern <em>in der sie keine \u2013 als willk\u00fcrlich erscheinenden \u2013 Dogmen mehr sind<\/em>, \u00fcber die Nicht-Christen nur verwundert den Kopf sch\u00fctteln k\u00f6nnen. Vielmehr m\u00fc\u00dften die &#8222;Dogmen&#8220; als verst\u00e4ndliche und m\u00f6glichst sogar selbstverst\u00e4ndliche Resultate aus einem eo ipso begr\u00fcndeten und damit nachvollziehbaren Denken hervorgehen.<\/p>\n<p class=\"Indent\">Wir werden auf einige F\u00e4lle zu sprechen kommen, an denen zumindest deutlich wird,<\/p>\n<p class=\"Indent\">&#8211; wie ich das genau meine und<\/p>\n<p class=\"Indent\">&#8211; da\u00df dieses Ziel nicht illusorisch sein mu\u00df.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Ein Beispiel, das in diese Richtung weist, ergab sich bereits:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Da\u00df der Glaube Berge versetzen kann, ist einfach Nonsens, solange wir an einer objektiven Realit\u00e4t festhalten. Sie mu\u00df gecancelt werden, wenn wir die Macht des Glaubens als wirklich erachten m\u00f6chten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und ein zweites Beispiel ergibt sich aus Ihrer Frage:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Eine vern\u00fcnftige <em>traditionelle<\/em> Antwort auf die Frage nach dem Sinn unseres irdischen Lebens scheint mir sehr schwierig, wenn nicht gar unm\u00f6glich zu sein.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Postmodern w\u00e4re jedoch beispielsweise die nachstehende Denkrichtung m\u00f6glich:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Adam und Eva besa\u00dfen noch keine Sprache; woher sollten die ersten Menschen sie haben? Ohne Sprache gibt es jedoch auch keine Wissungen und insbesondere kein Paradies, <em>so da\u00df Adam und Eva auch nichr darin leben konnten<\/em>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Baby von den besten Eltern der Welt lebt &#8222;objektiv&#8220; auch im Paradies \u2013 subjektiv aber nicht; es schreit, weint und ist unzufrieden.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\"><em>Adam und Eva mu\u00dften vom Baum der Erkenntnis essen, um wirklich im Paradies leben zu k\u00f6nnen; <\/em>das war keine S\u00fcnde, sondern die <em>notwendige Voraussetzung daf\u00fcr, da\u00df das wahre Leben in einem falschen beginnen konnte<\/em>.\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>AD: &#8222;Ihre dogmenfreie Theologie scheint mir unm\u00f6glich zu sein:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Nach christlichem Verst\u00e4ndnis kann die Offenbarung der Vernunft zwar <em>nicht widersprechen<\/em>, jedoch <em>auch nicht mit ihrer Hilfe abgeleitet werden<\/em>; sonst w\u00e4re die Offenbarung ja gar nicht n\u00f6tig. Wenn Sie keine Dogmen anerkennen, ist aber genau das erforderlich; die Nicht-mehr-Dogmen m\u00fc\u00dften sich vern\u00fcnftig ergeben.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Genau darum geht es mir; <em>die Nicht-mehr-Dogmen m\u00fc\u00dften sich tats\u00e4chlich vern\u00fcnftig ergeben. <\/em><\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Das widerspricht nicht dem, was Sie, meiner Meinung nach richtig, zur Offenbarung gesagt haben, denn diese besteht nicht in Dogmen, sondern in der <em>Selbstmitteilung Gottes durch seine Menschwerdung<\/em>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Dogmen haben lediglich die sekund\u00e4re Aufgabe, diese Offenbarung verst\u00e4ndlich zu machen. Sie sind jedoch <em>reines Menschenwerk und k\u00f6nnen somit bestenfalls vern\u00fcnftig sein<\/em>, denn mehr ist uns gar nicht m\u00f6glich. Nat\u00fcrlich <em>sollten<\/em> <em>sie auch vern\u00fcnftig sein; je mehr die &#8222;Dogmen&#8220; dies sind, desto n\u00e4her kommen wir meiner dogmenfreien Theologie.\u00a0<\/em><\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Unverst\u00e4ndliche Dogmen best\u00e4tigen nicht die Geheimnishaftigkeit Gottes, sondern die Grenzen der Theologen.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Es ist mir also <em>vollkommen gleichg\u00fcltig<\/em>, ob beispielsweise die Trinit\u00e4t ein Dogma ist oder nicht. Aber f\u00fcr sehr interessant, spannend oder wichtig halte ich die Frage,<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; <em>was mit Trinit\u00e4t gemeint<\/em> und<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; <em>ob sie in dieser Interpretation richtig<\/em> sein k\u00f6nnte.\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Woher sonst sollten wir denn wissen, da\u00df Gott ein Gehemnis ist \u2013 wenn nicht durch seine Offenbarung?<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Wer diese Begr\u00fcndung verschwurbelt-unverst\u00e4ndlichen Dogmen zuweist, hat meines Erachtens etwas falsch verstanden oder m\u00f6chte nicht denken.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Die &#8222;Dogmen&#8220; k\u00f6nnen gar nicht deutlich und klar genug sein, um das Geheimnis der Offenbarung <em>verst\u00e4ndlicher und hierdurch geheimnisvoller<\/em> zu machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; <em>m\u00fc\u00dften aufgrund seiner Offenbarung durchschauen k\u00f6nnen, weshalb Gott ein Geheimnis ist, und\u00a0<\/em><\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\"><em>&#8211; d\u00fcrften seine Geheimnishaftigkeit weder blo\u00df behaupten noch<\/em><\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\"><em>&#8211; durch Dogmen &#8222;beweisen&#8220;, <\/em><\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\"><em>&#8211; deren Hauptaufgabe darin besteht, ja nicht verstanden werden zu k\u00f6nnen, <\/em><\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\"><em>&#8211; damit ein jeder eingesch\u00fcchtert zugibt: &#8222;In der Tat: hoffnungslos!&#8220; <\/em><\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Das ist dann <em>nicht die Offenbarung Gottes, sondern ein Versagen der Menschen<\/em>.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Viele Christen beschr\u00e4nken sich leider hierauf und wundern sich vielleicht auch noch, da\u00df das \u2013 mit Recht \u2013 immer weniger Menschen interessiert.<\/p>\n<p class=\"Indent\">Dagegen konnte Peter Knauer meines Erachtens mit Recht sagen:<\/p>\n<p class=\"Indent\">&#8222;Woran ein guter Theologe nach Gott also am meisten glaubt, das ist die Vernunft.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Denkrichtung unserer \u00dcberlegungen k\u00f6nnen wir in einfachen Worten anhand von vier f\u00fcr die betreffenden Philosophen charakteristischen Fragen andeuten: George Berkeley: &#8222;Verursacht ein fallender Baum L\u00e4rm, wenn es niemand h\u00f6rt?&#8220; Martin Heidegger: &#8222;Waren die Gesetze Newtons schon vor Newton wahr?&#8220; Thomas S. Kuhn: &#8222;Lebten Aristoteles und Galilei in derselben Welt?&#8220; Max Black: &#8222;Existierte die R\u00fcckseite [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":3988,"menu_order":3,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"class_list":["post-4117","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.soukup.de\/selbst-denken\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4117","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.soukup.de\/selbst-denken\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.soukup.de\/selbst-denken\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.soukup.de\/selbst-denken\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.soukup.de\/selbst-denken\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4117"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.soukup.de\/selbst-denken\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4117\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.soukup.de\/selbst-denken\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3988"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.soukup.de\/selbst-denken\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4117"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}