{"id":4203,"date":"2025-05-26T10:26:30","date_gmt":"2025-05-26T08:26:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.soukup.de\/selbst-denken\/?page_id=4203"},"modified":"2026-07-07T20:03:51","modified_gmt":"2026-07-07T18:03:51","slug":"1-9-gesamtkonzept","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.soukup.de\/selbst-denken\/buch\/1-einleitung-kurz\/1-8\/1-9-gesamtkonzept\/","title":{"rendered":"1.9.1.  Tradition \u2013 objektive Stabilit\u00e4t durch Seiende"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Was hat es mit Ihnen zu tun, da\u00df ich meine Wohnung finde, Freunde wiedererkenne oder ein Buch suche?\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">AD: &#8222;Mit mir gar nichts; warum fragen Sie das?&#8220;<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Wenn meine subjektiven Intentionen <em>von Ihnen unabh\u00e4ngig sind<\/em>, verstehe ich nicht, weshalb wir deretwegen\u00a0eine o<em>bjektive <\/em>Wirklichkeit ben\u00f6tigen sollen.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">AD: &#8222;Entschuldigung; aber <em>das<\/em> war mir auch klar!<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Wir brauchen die objektive Wirklichkeit ganz einfach, <em>weil <\/em><\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; <em>unser Leben ohne eine hinreichende Stabilit\u00e4t gar nicht denkbar w\u00e4re und<\/em><\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\"><em>&#8211; nur eine uns allen vorgegebe Wirklichkeit stabil sein kann.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorsicht! Da\u00df wir ohne\u00a0 gen\u00fcgend Stabilit\u00e4t gar nicht leben k\u00f6nnten, versteht sich von selbst; aber ich kann nicht sehen, wie Sie als Konsequenz daraus die Existenz einer objektiven Wirklichkeit herleiten wollen. Das ist gewi\u00df <em>auch eine Denkm\u00f6glichkeit<\/em>; die Tradition nutzt sie, aber vielleicht w\u00e4ren noch ganz andere Varianten m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Ich schlage vor, da\u00df wir uns zun\u00e4chst einmal gemeinsam \u00fcberlegen, was Stabilit\u00e4t \u00fcberhaupt bedeuten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>AD: &#8222;Das ist nicht schwierig:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Wir befinden uns immer\u00a0<em>in einer ganz bestimmten Situation<\/em> und niemals im &#8218;Vakuum&#8216; oder Nichts. Sie bildet unser Hier und Jetzt, \u00e4ndert sich aber kontinuierlich und kann somit nicht stabil sein.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Aber <em>f\u00fcr Teile der Situation <\/em>w\u00e4re es <em>n\u00e4herungsweise <\/em>m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Beispielsweise ist jeder Morgen anders, aber fast immer fr\u00fchst\u00fccke ich in Ruhe, trinke dabei Kaffee und spreche mit meiner Frau oder lese die Nachrichten.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Da\u00df diese Situation mit ihren n\u00e4herugsweise stabilen Teilen dann fast einen ganz Tag lang fehlt, ist kein Gegenargument, denn wir suchen <em>nach Stabilit\u00e4t und nicht nach Kontinuit\u00e4t. <\/em>Jene ist \u2013 entgegen der Tradition \u2013 auch ohne diese m\u00f6glich.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das war sehr konstruktiv; schauen wir uns zuerst das <em>traditionelle<\/em> Procedere genauer an.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Immer wenn ich die Wiesenstra\u00dfe entlanggehe, ist die Situation zwar etwas anders, aber trotzdem erkenne ich stabil unser Haus; selbst wenn es geschneit hat.<\/p>\n<p class=\"Indent\">Um das noch etwas besser zu verstehen, unterscheiden wir<\/p>\n<p class=\"Indent\">&#8211; meine Haus-Wahrnehmungen, wenn ich die Wiesenstra\u00dfe entlangkomme, und<\/p>\n<p class=\"Indent\">&#8211; die Haus-\u00dcberbr\u00fcckungen in den Zeiten zwischen meinen Haus-Wahrnehmungen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Erstere bilden<em> einen integralen Teil meines Lebens,<\/em> sind wirklich, n\u00e4herungsweise stabil und real oder materiell.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Das verh\u00e4lt sich bei den Haus-\u00dcberbr\u00fcckungen ganz anders; sie stellen<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; lediglich Vorstellungen dar,<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; die man glauben, aber partout nicht \u00fcberpr\u00fcfen kann und<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; somit in den verschiedensten Formen m\u00f6glich w\u00e4ren:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Das Haus k\u00f6nnte traurig sein, wenn es verlassen zur\u00fcckbleibt; vor Gram schrumpfen oder wegen &#8222;unn\u00f6tig&#8220; auch ganz verschwinden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>AD: &#8222;Ich will Ihnen ja nicht zu nahe treten; aber jetzt wird das Ganze ein bi\u00dfchen kindisch . . .&#8220;<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Nein; das w\u00fcrde es erst dann, <em>wenn ich tats\u00e4chlich irgendeine dieser skurrilen Denkm\u00f6glichkeiten ernstlich in Erw\u00e4gung ziehen wollte . . .<\/em><\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\"><em>. . . wie dies die Tradition tut<\/em>.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Und allein um sie geht es mir; ich m\u00f6chte an den kindischen Beispielen verdeutlichen, <em>da\u00df der traditionelle Glaube an Seiende auch nur eine dieser skurrilen Denkm\u00f6glichkeiten darstellt<\/em>.\u00a0Er besagt ganz einfach, da\u00df das Haus nicht traurig ist und weder schrumpft noch verschwindet, sondern <em>unver\u00e4ndert immer dort steht, wo es eben steht<\/em>.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Ich sehe keinen Unterschied zwischen Schrumpfen und Nicht-Schrumpfen, <em>der einen Unterschied macht<\/em>, weil beides <em>nur Vorstellungen zur Haus-\u00dcberbr\u00fcckung sind<\/em>, die keinerlei Wirklichkeitsbezug besitzen und damit prinzipiell nicht \u00fcberpr\u00fcft werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Die meisten Menschen sehen das freilich anders, und deswegen hat sich die traditionelle Denkm\u00f6glichkeit durchgesetzt, das Haus w\u00fcrde in der Zeit zwischen den Haus-Wahrnehmungen unver\u00e4ndert bleiben.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>AD: &#8222;So habe ich das noch nie gesehen!<\/p>\n<p class=\"Indent\">Aber dann liegen traditionell, sobald Sie die Wiesenstra\u00dfe entlangkommen, zwei H\u00e4user vor:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Die Haus-\u00dcberbr\u00fcckung bestand die ganz Zeit schon, als Sie nicht hier waren, und nun kommt noch Ihre Haus-Wahrnehmung hinzu. Die Annahme, da\u00df erstere dadurch verschwinden w\u00fcrde, w\u00e4re schon sehr gestellt und unglaubw\u00fcrdig.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Indent\">Das ist richtig.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Die Tradition w\u00e4hlt ja <em>die meines Erachtens einzige halbwegs vern\u00fcnftige Denkm\u00f6glichkeit<\/em>, da\u00df am Haus in der Zwischenzeit nichts geschieht. Dann w\u00e4re die Vorstellung, es w\u00fcrde sich durch mein Kommen im Nichts aufl\u00f6sen, in der Tat absurd.\u00a0 \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit erreichen wir en passant ein sehr anschauliches Verst\u00e4ndnis der Seienden; auf unser Beispiel bezogen:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Das Haus-Seiende<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; ist die unver\u00e4nderliche Haus-\u00dcberbr\u00fcckung, die jedoch<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; kontinuierlich fortgesetzt wird,<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; auch wenn die Haus-Wahrnehmung hinzukommt, und<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; somit immer besteht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>AD: &#8222;Und wer das Ganze glaubt, kann letztlich kaum anders, als das rein geistige Seiende,<\/p>\n<p class=\"Indent\">&#8211; das urspr\u00fcnglich als L\u00fcckenb\u00fc\u00dfer f\u00fcr die fehlende Wahrnehmung eingef\u00fchrt wurde,<\/p>\n<p class=\"Indent\">&#8211; zum Urbild zu erkl\u00e4ren,<\/p>\n<p class=\"Indent\">&#8211; von dem die Wahrnehmung dann das Abbild sein mu\u00df,<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">&#8211; womit die frei gew\u00e4hlte Vorstellung, wie die Haus-Wahrnehmungen \u00fcberbr\u00fcckt werden sollen, zur Wirklichkeit wird.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 45.8693%; text-align: center;\" colspan=\"3\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Postmoderne<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 68.5082%; text-align: left;\" colspan=\"3\"><strong><span style=\"color: #ff0000;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0Tradition<\/span><\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 30.1011%; text-align: center;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 2.8161%; text-align: center;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 12.9521%; text-align: center;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 4.486%; text-align: center;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 11.1303%; text-align: center;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 52.8919%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 30.1011%; text-align: center;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Haus-Wahrnehmung<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 2.8161%; text-align: center;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>=<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 12.9521%; text-align: center;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Wirklichkeit<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 4.486%; text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>\u2192<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 11.1303%; text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Abbild<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 52.8919%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 30.1011%; text-align: center;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>vorgegebene Wahrnehmung<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 2.8161%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 12.9521%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 4.486%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 11.1303%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 52.8919%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 30.1011%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 2.8161%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 12.9521%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 4.486%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 11.1303%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 52.8919%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 30.1011%; text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Haus-\u00dcberbr\u00fcckung<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 2.8161%; text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>=<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 12.9521%; text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Seiendes<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 4.486%; text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>=<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 11.1303%; text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Urbild<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 52.8919%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 30.1011%; text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>frei gew\u00e4hlte Vorstellung<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 2.8161%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 12.9521%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 68.5082%; text-align: left;\" colspan=\"3\"><strong><span style=\"color: #ff0000;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Wirklichkeit<\/span><\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Abbildung 1.9.1.-1<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Postmoderne<\/p>\n<p class=\"Indent\">&#8211; glaubt es nicht nur nicht, sondern<\/p>\n<p class=\"Indent\">&#8211; nimmt ernst, <em>da\u00df das gesamte Modell unstimmig sein mu\u00df<\/em>, weil die Haus-\u00dcberbr\u00fcckung<\/p>\n<p class=\"Indent\">&#8211; zum einen nur erfunden, konstruiert, vorgestellt oder gedacht wird und<\/p>\n<p class=\"Indent\">&#8211; etwas rein Geistiges zum anderen unm\u00f6glich als Urbild<\/p>\n<p class=\"Indent\">&#8211; einer materiellen Haus-Wahrnehmung dienen kann.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse;\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 22.76%; text-align: center; background-color: #fcfccc; height: 24px;\" colspan=\"3\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Haus-Seiendes oder Urbild<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center; height: 24px;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 22.76%; text-align: center; background-color: #fcfccc;\" colspan=\"3\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>rein geistig oder unwirklich<\/em><\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 22.76%; text-align: center; height: 24px;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 29.64%; height: 24px; text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>\u2191<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 22.6%; text-align: center; height: 24px;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center; height: 24px;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 22.76%; background-color: #d0fcfc; text-align: center; height: 24px;\"><strong>Haus-Wahrnehmung<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 29.64%; background-color: #dafcd2; text-align: center; height: 24px;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Haus-\u00dcberbr\u00fcckung<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 22.6%; background-color: #d0fcfc; text-align: center; height: 24px;\"><strong>Haus-Wahrnehmung<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center; height: 24px;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 22.76%; background-color: #d0fcfc; text-align: center;\"><em><strong>wirklich oder materiell<\/strong><\/em><\/td>\n<td style=\"width: 29.64%; background-color: #dafcd2; text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>rein geistig oder unwirklich<\/em><\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 22.6%; background-color: #d0fcfc; text-align: center;\"><strong><em>wirklich oder materiell<\/em><\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 22.76%; background-color: #d0fcfc; text-align: center; height: 24px;\"><strong>Abbild?<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 29.64%; text-align: center; height: 24px;\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 22.6%; background-color: #d0fcfc; text-align: center; height: 24px;\"><strong>Abbild?<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center; height: 24px;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 22.76%; text-align: center; height: 24px;\" rowspan=\"2\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 29.64%; text-align: center; height: 24px;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>sinnvoll, aber willk\u00fcrlich<\/em><\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 22.6%; text-align: center; height: 24px;\" rowspan=\"2\">\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center; height: 24px;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 29.64%; text-align: center; height: 24px;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>als unver\u00e4nderlich gew\u00e4hlt<\/em><\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center; height: 24px;\">\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Abbildung 1.9.1.-2<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">AD: &#8222;Am Anfang stehen die materiellen, uns vorgegebenen Haus-Wahrnehmungen, und sie bilden unseren einzigen wirklichen Ausgangspunkt.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Die Tradition will die unbestreitbar vorhandene und f\u00fcr unser Leben notwendige Stabilit\u00e4t erkl\u00e4ren, indem sie diese Haus-Wahrnehmungen durch Haus-\u00dcberbr\u00fcckungen verbindet. Letztere sind jedoch nur ausgedacht, damit rein geistig und unwirklich; sie stellen lediglich Wissungen dar, hinter denen nichts steht oder die keine Referenten besitzen.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Auch wenn diese Haus-\u00dcberbr\u00fcckungen zeitlich verl\u00e4ngert werden \u2013 was zu Verdopplungen f\u00fchrt \u2013, <em>bleiben sie blo\u00dfe Wissungen, so da\u00df es aburd ist, sie als Urbilder auszugeben<\/em>.&#8220;\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht also \u00fcberhaupt nicht darum, <em>welche Eigenschaften die Haus-\u00dcberbr\u00fcckungen<\/em> besitzen \u2013 unver\u00e4nderlich ist nicht besser als traurig \u2013, denn das sind alles nur Hinterwelten:<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Die Tradition wei\u00df angeblich etwas, was prinzipiell niemand wissen kann und somit lediglich erfunden wurde.<\/p>\n<p class=\"Indent\" style=\"text-align: justify;\">Die Postmoderne findet nur zu einem vern\u00fcnftigen Denken, indem sie die hinterw\u00e4ldlerischen Seienden cancelt und die unbestreitbar notwendige Stabilit\u00e4t irgendwie anders einleuchtend erkl\u00e4rt.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was hat es mit Ihnen zu tun, da\u00df ich meine Wohnung finde, Freunde wiedererkenne oder ein Buch suche?\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 AD: &#8222;Mit mir gar nichts; warum fragen Sie das?&#8220; Wenn meine subjektiven Intentionen von Ihnen unabh\u00e4ngig sind, verstehe ich nicht, weshalb wir deretwegen\u00a0eine objektive Wirklichkeit ben\u00f6tigen sollen. 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