Warum eine Hinführung nach der Einführung?
Philosophische Begriffe lassen sich nicht (sauber) definieren wie in der Mathematik oder Physik, und entsprechend verwaschen sind sie eben auch zumeist. Ein Buch auf dieser Grundlage wollte ich nicht schreiben; davon gibt es bereits genug, und sie gefallen mir alle nicht.
Unsere Begrifflichkeit sollte so klar sein, daß die Überlegungen weitestgehend von der Logik bestimmt werden können und nicht Gefühle, Assoziationen, Stimmungen, Metaphern oder ähnliches die führende Rolle übernehmen müssen.
Um einen entsprechenden Rahmen geht es mir in diesem zweiten Teil; erst wenn er vorliegt, können wir hoffentlich
– sowohl das traditionelle Denken sauber kritisieren
– als auch dem entstandenen Knochengerüst das passende Fleisch hinzufügen.
Im Widerstreit zwischen Verständlichkeit und Exaktheit schlage ich mich also vorerst auf die Seite der letzteren.
Der vierte Teil soll beide Ziele wieder vereinen, nachdem wir im dritten Teil versuchen, Ihre letzten Zweifel daran zu beseitigen, daß das traditionelle Denken überwunden werden muß.